Urheberrecht FAQ
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Der Gewinnentgang durch "Raubkopien"
Nicht vorhanden. Siehe Studie der Princeton Universität.
The overall effect of Internet access on CD sales is positive. My results strongly suggest that file sharing does not have a negative aggregate effect on CD sales, and certainly not a large enough effect to explain the current decline in record sales.
Siehe auch Raubkopien.
Warum verklagt die Musikindustrie Kunden?
Studie der Princeton Universität:
Lawsuits are part of the RIAA’s long-term strategy to eliminate the culture of free music, but they risk driving away people who use file sharing to sample new music.
Siehe auch Filesharing is the new radio.
Raubkopien bedrohen Arbeitsplätze?
Eines der Argumente der Unterhaltungsindustrie (besonders der IFPI) ist, dass "Raubkopien" die Arbeitsplätze in dieser Branche bedrohen. Warum? Durch den von "Raubkopien" verursachten "Gewinnentgang" geht die Industrie fast pleite und muss Mitarbeiter entlassen. Abgesehen davon, dass viele Studien keine Zusammenhang zwischen Raubkopien und Gewinnentgang sehen (ganz im Gegenteil: Tauschbörsen steigern den Umsatz der Branche, sind eher vergleichbar mit Werbung) - gibt es andere Gründe, warum große Konzerne Kunden entlassen...
Zum Beispiel weil sie Gewinn schreiben.
heise.de: Walt Disney meldet Gewinnsprung
Der Filmstudio-Geschäftsbereich habe maßgeblich zu dem Erfolg beigetragen. Allein dem Zukauf der Pixar Studios verdankt Disney einen um zwei Cent höheren Gewinn von 55 Cent je Aktie. Der von Pixar produzierte Film Cars hat mit 100 Millionen US-Dollar zum Umsatz beigetragen. Dennoch will der Konzern in diesem Bereich weiter einsparen – dabei steht ein umfangreicher Personalabbau auf dem Plan. Im Kabelnetzgeschäft konnte Disney die Umsätze um 12 Prozent auf 2,16 Milliarden US-Dollar steigern. Die Vergnügungsparks erhöhten das Ergebnis um 11 Prozent auf 2,7 Milliarden US-Dollar
Warum will die Industrie DRM (Digital Rights Management)?
Bisher hieß es DRM werde benötigt, um "Raubkopierer" einzudämmen. Wenn man aber gesehn hat, welche "Nutzungsbedingungen" bei DRM "enabled"ten shops vorberietet worden sind - "unendlich" oft abspielen - sieht man, für was DRM wirklich gebraucht wird:
DRMs enable business models, they don't stop piracy.
Im Klartext heißt das: DRM wird dem Kunden vorschreiben wann, wie, wie oft und mit welchem Gerät er Musik, Filme etc "konsumieren" darf. Uberspitzt gesagt ist das Ziel von DRM die "Eigentumsverhältnisse" zu verändern: Ein Kunde besitzt ein rechtmäßig erworbenens Musikstück nicht mehr, er hat nur das "Recht" es zu benutzen. Man könnte sagen der Kunde "mietet" nurnoch. Verschlimmert wird die Lage dadurch, dass die Firmen jederzeit die Nutzungsbedingungen ändern können.
So geschechen bei iTunes: Ursprünglich konnte man gekaufte Musik beliebig oft brennen (zum Beispiel um eine CD fürs Autoradio zu haben, eine für die Stereoanlage, etc), mittlerweile ist dies aber auf einen kleine Anzahl beschränkt.
Danke Industrie!
Mehr zu DRM
Zitate aus „Es reicht jetzt“: Richard Joos kämpft für ein Recht auf Privatkopie:
Nochmal zu DRM: Das bedeutet, wenn ich für 99 Cent einen Song kaufe, gehört er mir eigentlich gar nicht?
Nein, man erwirbt ein begrenztes Nutzungsrecht. Apple behält sich auch vor, dies nachträglich zu ändern und wurde dafür übrigens auch schon von der Verbraucherzentrale Bundesverband abgemahnt. Im Vergleich zu einer CD, die man einfach überall in einen Player schieben kann, ist das natürlich eine bedenkliche Entwicklung.
Bei CDs gibt es aber Kopierschutz.
Der Grund dafür ist der gleiche wie bei DRM, es ist aber genauso unlogisch. Den Kopierschutz kann man meist auch umgehen – wie das DRM. Deshalb sollte man den Kopierschutz ganz einfach abschaffen. Der Nutzer soll ein Recht auf Privatkopie haben, weil es inzwischen überall Abspielgeräte gibt – mobile Player, Autoradios, der Rechner, die Anlage – die eben nicht alle mit denselben Medien umgehen können. Wer sich eine CD kauft, will die gekaufte Musik aber auch überall hören können, und dafür muss er kopieren dürfen.
Die Musikindustrie argumentiert, dass durch diese Kopien ihre Umsätze einbrechen.
Daran glauben wir nicht. Wir gehen im Gegenteil davon aus, dass eine Kopie Werbung für das Produkt macht. Wenn Musik also unter Freunden und Bekannten verteilt wird, steigt die Popularität der Musik. Man kauft sich auch Songs von den Bands, geht auf Konzerte, kauft T-Shirts, die nächste CD der Band und so weiter.
Privatkopie (Filesharing) führt zu Umsatzeinbußen?
Laut einer APA-Meldung von Juli 06 hat die österreichische Filmwirtschaft zugelegt: "Insgesamt sind die Kinobesucherzahlen in Österreich 2004 um 9,4 Prozent auf rund 19,4 Mio. gestiegen." (sollte auch irgendwo im österreichischen Filmwirtschaftsbericht unter http://www.filminstitut.at/engine.php?actP=223&article=1502&sub=true stehen) Das bekräftigt wieder, dass das Downloaden das Kinogehen nicht beeinträchtigt, und Dinge wie Kamerakontrollen vor dem Kinoeingang und diese blöden Raubkopiererspots keine Gerechtfertigung haben.
- Die Zahlen der IFPI sagen das gleiche. +7% Umsatz und rasanter Anstieg legaler Downloads. Deckt sich mit den Studien aus Princeton und von der Kanadischen Musikindustrie.
Siehe auch Urheberrecht/Studien und Filesharing is the new radio

